SPD Ortsverein Sylt - Stark im Norden

               


 


















Stellungnahme zum Fliegerhorstgelände


Von den Fraktionschefs von SWG, SSW, SPD und Grünen, die ihren Antrag zum Fliegerhorstgelände bekräftigen und für eine sachliche Debatteplädieren.
Der Antrag der vier Fraktionen zur jüngsten Gemeindevertretersitzung
zum Abriss von Gebäuden und befestigten Flächen und die Bewilligung
weiterer Haushaltsmittel sind lediglich eine Klarstellung der
Beschlusslage. Schon die Gemeinde Sylt-Ost hatte die Nulllösung
beschlossen und mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
vereinbart (Kaufvertrag vom 27. März 2008). Auch die Gemeinde Sylt hat
diesen Beschluss in der Gemeindevertretersitzung vom 10. September
2009 bekräftigt und in diesem Zusammenhang die Mietverträge auf dem
Gelände gekündigt.
Insgesamt gibt es diverse gleich lautende Beschlüsse, teilweise auch
mit den Stimmen der CDU-Fraktion. Allerdings haben sich alle
Fraktionen für eine geduldete Nutzung der Halle 28 ausgesprochen, bis
eine Ersatzlösung gefunden ist. Einvernehmlich wurden die Sporthalle
und die Sportflächen auf dem Gelände ausgeklammert. Auch gab es schon
sehr früh Beschlüsse für Ersatzlösungen. So beschloss die
Gemeindevertretung am 5. November 2009 mit großer Mehrheit im Rahmen
der Planung für das neue Feuerwehrgebäude: „Die vorliegende Planung
ist dahingehend zu erweitern/ergänzen, dass der insulare
Katastrophenschutz in die Gebäude der Feuerwehr integriert werden kann.“
Warum wurde dieser sinnvolle Vorschlag/Beschluss von der Verwaltung
immer wieder ignoriert? In diesem Kontext ist auch der Hinweis
überfällig, dass zum Katastrophenschutz insbesondere auch die
Feuerwehren ebenso wie die Verwaltung, der Bauhof und diverse Firmen
zählen. Die Mehrheit der Gemeindevertreter möchte also seit Jahren auf
dem ehemaligen Wehrmachtsgelände keine Nutzung mehr und den Abriss der
noch vorhandenen Gebäude und befestigten Flächen, wobei schon
mindestens zwei Drittel des Vorhabens abgearbeitet sind – mit einem
Aufwand von rund zwei Millionen Euro. Hier soll ein Naherholungsgebiet
für Sylter und Touristen mit Wander- und Radfahrwegen entstehen. Eine
Investition für Natur und Tourismus, beschlossen von demokratisch
gewählten Vertretern. Abgesehen von Beschlüssen und Verträgen bleiben
weitere Einwände gegen die Nutzung der Halle 28. Eine Sanierung, dann
wahrscheinlich unter Denkmalschutzkriterien, wäre finanziell für die
Gemeinde nicht darstellbar. Dach, Tore und Infrastruktur würden viele
Millionen verschlingen, auch wenn diese Investitionen natürlich nicht
alle sofort umgesetzt werden müssten. Selbst Mitglieder des DRK,
Feuerwehrleute und externe Fachleute sehen die Halle für den
Katastrophenschutz und insbesondere als zentrale Evakuierungshalle
sehr kritisch. So geht der aktuelle Katastrophenabwehrplan aus dem
Jahr 2009 (!) von einer dezentralen Evakuierung aus. Als
Kommunalpolitiker können wir uns kein Expertenwissen zu den vielen
Themen aneignen, aber kritische Anmerkungen werden wir uns nicht
nehmen lassen. Und plausibel müssen die Argumente der Befürworter auch
sein. Insbesondere die Führungsmannschaft des DRK, aber auch die
Bürgermeisterin müssen sich die Frage gefallen lassen, ob die aktuelle
Stimmungsmache wie auch der Widerspruch zum Beschluss noch angemessen
sind. Wie bisher, bleiben wir gesprächsbereit.


V.i.S.d.P.  Gerd Nielsen, Wenningstedter Weg 18 a, 25980 Sylt










Seid Oktober 2008 haben

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